Filmreview: Nosferatu

Mit Nosferatu – Der Untote startet 2025 mit einem großen Namen, den viele Filmliebhaber kennen sollte. Egal ob man das Original von 1922 kennt oder nicht. Ich gehöre zu den zweiteren. Ich habe das Original von 1922 nicht gesehen.
Aber erstmal von Anfang an:

Infos zum Film

Hier der deutsche Trailer:

Inhaltsangabe

Der junge Thomas Hutter (Nicholas Hoult) wird von seinem Arbeitgeber auf die lange Reise nach Transsylvanien geschickt. Hier soll er zum finsteren Schloss des geheimnisvollen Grafen Orlok (Bill Skarsgard) reisen, um mit ihm zusammen den Kauf einer Immobilie abzuschließen. Doch Graf Orlok verhält sich ziemlich merkwürdig und in seinem Schloss scheint obendrauf nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Irgendwann scheint für den skeptischen Thomas klar, dass der Graf kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern vielmehr ein bedrohliches Wesen der Nacht. Graf Orlok hat es zu allem Überfluss auch noch auf Thomas‘ Ehefrau Ellen (Lily-Rose Depp) abgesehen und macht sich deshalb schon bald mit Sack und Pack auf, um die junge Frau endgültig in seinen teuflischen Bann zu ziehen.

Regie & Drehbuch: Robert Eggers
Besetzung: Lily-Rose Depp, Nicholas Hoult, Bill Skarsgard, Willem DaFoe
Genre: Horror
Filmdauer: 133 Minuten
dt. Kinostart: 02.01.2025

Quelle: https://www.filmstarts.de/kritiken/239839.html

Review

133 Minuten ist mal wieder eine kleine Hausnummer. Der Film nimmt sich viel Zeit und die braucht er auch, denn er ist Bildgewaltig. Er verschwendet weniger Dialoge um eine Szene zu erklären und das ist gut so. Der Film nutzt die Bildsprache und lässt die Szene für sich sprechen und das tut der Atmosphäre sehr gut.
Man merkt, das bestimmte Szenen am Tag gedreht wurden und in der Postproduktion nachträglich dunkler gemacht wurden. Das ergibt einen bestimmten Blaustich, das einige nicht gut finden können. Mich störte das nicht, denn es trägt zum Film bei.

Die Atmosphäre ist so dicht und man hat ständig das Gefühl des Unwohlsein. Jumpscares existieren, sind aber wenige. Ich hätte auch drauf verzichten können, denn Horror heißt nicht zwangsläufig mit Jumpscares zu arbeiten. Da hier die ganze Zeit ein unwohliges Gefühl mitschwingt reicht das für ein Horrorfilm aus. Vorallem wenn er auch noch eine Story besitzt.

Die Schauspieler kennt man:
Lily-Rose Depp (die Tochter von Johnny Depp) spielt hier Ellen und damit auch die weibliche Hauptdarstellerin des Films. Sie wirkt authentisch und real, genauso wie Nicholas Hoult, den man aus Warm Bodies, About a Boy und X-Men: First Class kennt.
Die beiden sind gut in der Rolle und ich nehme jede Sekunde ihre Qualen ab.
Willem Dafoe ist auch mit einer Nebenrolle dabei und der Typ ist sowieso ein Charakterschauspieler von erster Klasse. Er trägt normalerweise Filme ganz allein (z.B.: Inside, wo er als Kunstdieb alleine in einem Haus gefangen ist). Auch The Lighthouse wäre ohne Dafoe nicht der Film, der er ist.
Auch bei Nosferatu hat er gute Szenen, hält sich aber zurück, da er genau weiß, dass er nicht mit der gespielten Figur im Zentrum stehen darf. Aber die Rolle war gut auf Ihn angepasst, so das er doch einige großartige Momente hatte.

Und dann haben wir noch Bill Skarsgard der Graf Orlok bzw. Nosferatu spielt. Vielleicht ist es die bisher beste Performance von ihm. Ich kann mich nicht entscheiden, denn als Pennywise aus ES hat er auch eine sehr gute Figur gemacht. Als das erste mal Graf Orlok im Film dazu kam wurde die Stimmung gleich viel düsterer. Die Bewegungen, Dialekt und das Aussehen vom ihm. Großartig.
Am Anfang fand ich es schade, das Nosferatu nicht wie Nosferatu aus 1922 aussah, aber das wäre ungerechtfertigtes meckern, das es mich jetzt 2 Tage später doch eher egal ist.

Fazit

Insgesamt gebe ich Nosferatu 8 von 10 Sternen. Er war für mich etwas zu lang, das habe ich ab und zu gespürt. Ansonsten ein Topfilm den ich mit der dichten Atmosphäre sehr gelungen finde. Bestimmt kann ich mehr schreiben, wenn ich das Original kenne und ich werde es definitiv noch nachholen.

Ein super Start für das Jahr 2025 🙂

Bewertung: 5 von 5.

Bewertung: 3 von 5.

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